Ruine Zavelstein

 

Die Burg Zavelstein wurde um 1200 von den Grafen von Vaihingen, mit den Calwern verwandt, unüblicherweise mit der Siedlung als Vogtsburg erbaut.

Richelin, Ritter von Zavelstein, war im Jahr 1280 der erste sicher belegte Herr der Burg Zavelstein. Die Herkunft und Bedeutung des Ortsnamens sind nicht eindeutig geklärt, vermutlich erinnert der Name an einen "tafelförmigen Stein".

1345 gelangt die Burg durch Kauf in württembergischen Besitz. Nach einem Überfall Wolf von Eberstein auf Graf Eberhard II in Wildbad, findet der württembergische Graf Zuflucht in der Burg und verleiht Zavelstein 1367 aus Dankbarkeit das Stadtrecht. Zavelstein war dadurch über 600 Jahre lang mit 14 Häusern die kleinste Stadt Württembergs.

Nach dem Tod der Agnes von Breitenbach übergibt Herzog Johann Friedrich 1616 das Lehen Zavelstein seinem "bewährten Staatsmanne, Obristen, Geheimen und Kriegsrate" Freiherr Benjamin Buwinghausen von Wallmerode, welcher die Burg Zavelstein bis 1630 erweitert und umbaut. Auf ihn folgte 1635 Jakob Friedrich Buwinghausen und 1686 Eberhard Friedrich Buwinghausen.

Während des Pfälzer Erbfolgekrieges 1688-1697 wird Burg Zavelstein durch französische Truppen, unter dem gefürchteten General Ezéchiel de Mélac, 1692 zerstört und nicht wieder aufgebaut. Die Familie Buwinghausen flieht auf ihren Besitz in Altburg.

Die zugeschütteten Teile der Vorburg wurden 1992, 300 Jahre nach der Zerstörung, freigelegt und restauriert, auch die eingestürzte östliche Stadtmauer wurde wieder errichet.

Quelle: Info-Tafeln an der Burg / www.teinachtal.de / www.schwarzwald.net

 

siehe auch :
Wikipedia: Burgruine Zavelstein
    Wikipedia: General Mélac
GPS :
N 48.69230 / E 8.69131

 

 


 
 
15.05.2009