Burg Burgberg / Bärenburg / Weiberzahn

 

Als Weiberzahn wird im Volksmund eine kleine Ruine, die Bärenburg, oberhalb des Ortes Burgberg genannt.

Die Bärenburg wurde erstmals 1116 erwähnt und durch die Herren von Burgberg erbaut, welche im Dienst der Herren von Falkenstein und von Zimmern standen. Zur Bärenburg gehörte der Rest des ehemaligen Burgfriedes oberhalb des Ortes, sowie der im Tal noch gut erhaltene Turm, dessen ursprünglich Aufgabe es war als Zollstation über die aneinander grenzenden Gebiete des Klosters St. Georgen und den Falkensteinern (Berneck) zu wachen.

1417 geriet Hans von Burgberg mit den Villingern in Streit, die daraufhin gegen die Burg zogen. 1425 wurde ein Teil der Burg an die Falkensteiner verkauft. Der Besitz gelangte später noch an die Geroldsecker und an den Graf Eberhard von Württemberg, der die Burg als Erblehen an Bürger der Umgebung verkaufte.

Der im Tal gelegene Bergfried ist von Häusern umbaut und in Privatbesitz.

Einer Sage nach, verwehrte der geizige Burgherr "Hans von Burgberg" bei einem Unwetter einer alten Frau Einlass und Unterkunft für eine Nacht und verspottete sie zudem wegen ihres hässlichen Aussehens und ihrem einzigen weit herausstehenden Zahn.
Daraufhin sparch die alte Frau vor lauter Zorn einen Fluch aus:

"Verflucht sollt ihr und Euer ganzes Geschlecht sein!
Eure Burg soll zerfallen bis auf ein kleines Gemäuer,
dass so aussehen soll wie mein einziger Zahn,
um dessentwillen ihr mich verspottet habt!"

Tatsächlich starben die Herren von Burgberg aus, von der einzigen Burg ist lediglich ein kümmerlicher Rest übrig geblieben - der heutige Weiberzahn.

Diese Sage bildet die Grundlage der Narrenzunft "Burgberger Bettelwieber".



Der Mauerzahn auf einer historischen Postkarte, links unten im Tal ist der Turm zu erkennen.

 

siehe auch :
Wikipedia: Burg Burgberg (Königsfeld)
    Wikipedia: Burg Bärenburg
    Narrenzunft Burgberger Bettelwieber
GPS :
N 48.15190 / E 8.44430
    N 48.15144 / E 8.44189

 

 


 
 
15.05.2009