ehemalige Burg Brandeck

 

Die Herren von Brandeck waren vermutlich stammverwandt mit den Herren von Leinstetten, Hochmössingen und Rüti, da diese mit Ausnahme der Farbgebung, dasselbe Wappen führten. Vermutlich war eine der Dorfburgen Ursprung und Herkunftsort der Herren von Brandeck.

1122 werden die Herren von Brandeck mit Egilolf von Brandeck zum erstenmal urkundlich erwähnt. Er nannte sich nach der Burg Brandeck über dem Heimbachtal, die vermutlich um 1110 erbaut wurde. Als Lehen der Herren von Wartenberg hatte ein Ritter Volmar von Brandeck 1251 Vogteirechte in Dornhan, und führte zeitweise ein Fehde mit dem Kloster Alpirsbach.

Um 1230 / 50 erfolgte der Bau der Burg Sterneck durch die Brandecker, die sie nach ihrem Sternenwappen benannten. Vermutlich sind sie dorthin ausgewichen, nachdem sie von den Herzögen von Teck aus Dornhan und ihrer Stammburg verdrängt wurden. Allerdings schon 1300 verkauft Johann von Brandeck bereits 1/3 der Burg Sterneck an den Herzog von Teck.

1363 fällt Burg Brandeck mit der Erbmasse des Herzogs Hermann von Teck an Herzog Konrad von Urslingen und wird 1371 von Herzog Friedrich von Teck zurückerworben. Spätestens 1399 sind die Württemberger im Besitz von Brandeck.

Als Folge von Raubzügen der Brandecker wird 1412 die Burg Sterneck von den Württembergern und Rottweiler belagert und eingenommen. Kurz darauf erhalten die Brandecker Burg und Herrschaft Sterneck als württembergisches Lehen wieder zurück

1513-25 ist ein Hans von Brandeck ein berühmter Landsknechtführer in französischen und kaiserlichen Diensten, u.a. nimmt er in Italien an der Schlacht von Marignano 1515 und Pavia 1525 teil.

1527 wird Brandeck bereits als Burgstall, also Ruine bezeichnet. 1812 wurden die restlichen Überbleibsel vollends für den Straßenbau abgebrochen.

Mit dem Tod von Katharina von Ow, geb. von Brandeck, stirb 1589 das Geschlecht der Brandecker aus. Die Herrschaft Sterneck fällt als württ. Lehen an die Herzöge von Württemberg. 1612 wird Katharinas Enkel, Adam von Ow zu Hirrlingen, mit der Herrschaft Sterneck belehnt und bleibt bis zu deren Aussterben 1720 in Besitz der Herrwen von Ow zu Hirrlingen.

Die letzten Inhaber des Lehens, die Grafen von Attems tauschen ihr Sternecker Lehen mit Württemberg gegen einen Teil von Hirrlingen ein.

Quelle : Tafel an der ehem. Burgruine

Von der ehemaligen Burganlage sind nur noch Reste der Schildmauer erhalten.

 

siehe auch :
Wikipedia: Burg Brandeck
GPS :
N 48.34393/ E 8.48951

 

 

 


 
 
15.05.2009