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Edelburg
Auf den Burgstall "Odlerholtz", einer der Sitze der Grundherrschaft Waldeck-Heimerdingen, wird 1468 im Lagerbuch der Kellerei Herrenberg mit der Gewannbezeichnung "Im Tyffringer Tal, bei dem Bürcklin" erstmals ausdrücklich hingewiesen. Anhand der Ausmaße des Grabens und Burghügels ist eine eher kleine Befestigung zu vermuten, welche vielleicht zur Überwachung und Sicherung der nahe gelegenen Straße gedient hat. Um 1560 hieß die Burg "(H)Odlenburg", woraus dann "Edle Burg/Edleburg" (1583) und schließlich "Edelburg" wurde. Der ursprüngliche Name geht vermutlich auf die Rodung und Erschließung des umliegenden Waldgebietes, das später zu ihr gehörte, zurück dessen Namen ("Odlerholtz") sie um 1488 trug. Im Gechinger Heimatbuch ist vermerkt, daß die Lagen der Burg "Gechingen", der Burg "Deufringen" (jetziges Pfarrhaus) und der Ruine "Edelburg" eine Sichtverbindung und dadurch eine Nachrichtengebung zugelassen hätten. Daher ist es möglich, daß diese drei Anlagen zu einem einheitlichen Verteidigungssystem gehörten und eventuell mit der Sicherung und dem Aufbau eines Territoriums der Herren von Waldeck, am Ostrand des Schwarzwaldes in Verbindung standen. Die "Edelburg" ging von den "Waldeck-Heimerdingen" und deren Erben im 15. und 16. Jahrhundert ganz an die "Harder" und blieb fortan ein Teil deren Adelsgutes [ausgenommen ist der Zeitraum, in dem sie der Gemeinde Gärtringen gehörte (1583 bis 1640)]. Wann die Burg zerfiel, ist nicht bekannt. Vermutlich war sie aber schon im 16. Jahrhundert nicht mehr bewohnt. Quelle: u. a. Gärtringer Gemeindechronik. Ein Dankeschön an Andi B. aus Gärtringen für die Infos.
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15.05.2009
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