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Ruine Hohentwiel
Der Hohentwiel gehört
zu den größten Festungsruinen Deutschlands und ist ein bedeutendes Kultur-
und Naturdenkmal. Seit der Errichtung im Jahr 914 erlebte die Burg eine
wechselvolle Geschichte: Die Lage im landschaftlich überaus reizvollen Hegau verschafft der beeindruckenden Festungsruine noch eine zusätzliche Attraktivität und zieht das ganze Jahr eine große Anzahl von Besucherinnen und Besuchern Während des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) wurde die lohnende Befestigung des Hohentwiel durch mehrfach gescheiterte Belagerungen deutlich: Der Kommandant Konrad Widerholt widerstand in der Zeit von 1635 bis 1644 fünf feindlichen Angriffen. Widerholt, der als Württemberger auf protestantischer Seite stand, errichtete auf dem Hohentwiel zwischen 1643 und 1645 eine Kirche. Im Jahr 1650 gab er dem württembergischen Herzog Eberhard III. die Festung Hohentwiel unbeschadet zurück. Für lange Zeit kehrte auf dem Hohentwiel der Frieden ein, die Anlage wurde bewohnt und bewirtschaftet und diente u.a. als Staatsgefängnis. Die letzte Ausbauphase erfuhr der Hohentwiel 1735, als nach den Plänen des Ingenieur-Hauptmanns Samuel von Herbort die Bastionen sternförmig vorgelagert wurden. Diese Befestigung nützte den letzten Kommandanten des Hohentwiel nichts mehr, als sie vom französischen General Vandamme, der im 2. Koalitionskrieg mit übermächtigen napoleonischen Truppen vor dem Hohentwiel stand, zur Übergabe gezwungen wurden. Die Besatzung räumte die Festung, deren anschließende Schleifung von Napoleon angeordnet wurde. Anfang 1801 war nach 900 Jahren aus der stolzen Festung eine Ruine geworden.
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15.05.2009
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