Ruine Hohenkrähen

 

Die wohl schönste und interessanteste Burgruine im Hegau steht unweigerlich auf dem 200m hohen Hohenkrähen und ist durch sein markantes Aussehen weithin deutlich erkennbar.

Die darauf befindliche Burgruine Hohenkrähen, wurde um 1190 durch die Edlen von Krähen-Friedingen erbaut, diente aber dann nach dem Bau der Hauptburg auf dem Friedinger Berg (Friedinger Schlößle) nur noch als Zweitwohnsitz.

Während des 15. und 16. Jh. war der Hohenkrähen Schauplatz politischer Auseinandersetzungen zwischen Württemberg und Österreich-Tirol; mehrmals wurde die Burg belagert, zerstört und wiederaufgebaut. Die letzte Zerstörung erfolgte 1634 durch Konrad Wiederholt, dem Kommandanten der Festung Hohentwiel.

Im 18. Jahrhundert gehörte der Berg den Reischachs und kam dann im Erbfall an den Grafen Patrik Douglas.

Der Hohenkrähen ist die Heimat des "Poppele", der wohl bekanntesten Hegauer Sagengestalt. Vast Popolius Maier, das Urbild dieses Poppele, lebte zu Beginn des 15 Jh. auf der Burg. Er soll Burgvogt einer verwitweten Frau von Krägin und Angehöriger der Familie von Friedingen gewesen sein.

Hauptzeugnis für die geschichtliche Persönlichkeit des Poppele ist ein Ölgemälde, das bis 1851 im nahegelegenen Schloß Schlatt gezeigt wurde: es stellt einen düster blickenden Ritter in Kettenwams und Schutzhaube dar. Dem Bild ist folgender Text beigegeben: "Vast Popolius Maier, Voget uf Craigen 1430. Dieses Conterfey ist nach dem gar sehr corrumpierten Originale treulich copieret 1665".

 

siehe auch :
Wikipedia: Burg Hohenkrähen
    www.meserle.de
    Hegauritter.net
GPS :
N 47.79866 / E 8.82036

 


 
 
15.05.2009