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Ruine Hohenhewen
Der Hohenhewen mit seiner 846 m Höhe ist weithin sichtbar und man hat von der Burgruine auf seinem Gipfel einen herrlichen Blick auf die Landschaft des Hegaus bis hin zu Bodensee, Schwarzwald, Baar und in die Schweiz. Mit etwas Glück sieht man von dort aus auch die gesamte Alpenkette. Erstmals erwähnt werden die Herren von Engen-Hewen in einer Urkunde des Grafen von Nellenburg aus dem Jahre 1050. Die Herren von Engen errichteten im Jahre 1170 die Burg auf dem Hohenhewen und nannten sich von nun an die Herren von Hewen und herrschten fast 400 Jahre über die die Region. Zum Herrschaftsgebiet gehörten im Laufe der Jahrhunderte die Burg Engen, Neuhewen (Stettener Schlößle), Hewenegg (Junghewen), Burg Boll, Tudoburg bis hin zur Burg Wildenstein im Donautal. Ab dem 13. Jahrhundert war Engen die Residenzstadt der Herren von Hewen. Wie die meisten Burgherren waren die Herren von Hewen stark verschuldet, so dass die Brüder Peter und Wölflin von Hewen ihre Herrschaft an das Haus Habsburg verpfändeten. Schon 1404 erhielten die Grafen von Lupfen-Stühlingen die Herrschaft Hewen von den Habsburgern als Pfand und letzlich sogar ganz gegen Tausch der Herrschaft Tirol. Bald schon waren sie wegen ihrer Raubrittereinen berüchtigt, der Hohenhewen wurde zum Raubritternest. Nach einem Überfall der Grafen von Lupfen-Stühlingen auf Ulmer Kaufleute im Jahre 1441 sann der Schwäbische Städtebund auf Rache. Es gelang ihm jedoch nicht, die Burg Hohenhewen einzunehmen. Auch während des Schweizerkriegs 1499 und des Bauernkriegs 1524/25 wurde die Burg Hohenhewen nicht bezwungen. Das Geschlecht derer von Hewen starb 1570 aus; heute ist der Name noch vereinzelt im Thurgau vorhanden. Im Jahre 1582 endete auch das Geschlecht der von Engen-Lupfen und die Burg fiel als Pfand an den Grafen Konrad von Pappenheim. Erst während des Dreißigjährigen Krieges (1639) wurde die Burg Hohenhewen von den Bayern belagert und verbrannt und ging anschließend durch Heirat an das Haus Fürstenberg. Seither war sie dem Verfall preisgegeben. 1937 wurde die Ruine von dem Schwarzwaldverein Engen e.V. freigelegt und 1957 vom Land Baden-Württemberg durch Kauf erworben.
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15.05.2009
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