|
Lupfen / Burg Hohenlupfen
Ursprünglich Stammsitz der Herren von Lupfen und erstmals 1065 nachweisbar. Die Erbauer gehörten mit zu den mächtigsten Adelsgeschlechter im Südwesten und erwarben 1251 durch Erbfall die Landgrafschaft Stühlingen und weiter die Herrschaft Hewen sowie Besitzungen im Elsaß. Aufgrund ständiger Fehden mit den benachbarten Fürstenbergern traten die Grafen von Lupfen im Städtekrieg auf die Seite der Württemberger, die wiederum mit der Reichstadt Rottweil Streit hatten. 1377 stürmten Rottweiler Truppen die württembergische Stadt Tuttlingen nahmen dort den Grafen Eberhard von Lupfen gefangen und zerstörten auf dem Rückweg die Burg Lupfen. Später standen die Garfen Lupfen erneut auf falscher Seite und hielten zu den österreichischen Herzögen. 1416 wurde Burg Lupfen erneut durch Rottweiler Truppen, im Auftrag des Kaiser Sigismund, zerstört und danach nicht wieder aufgebaut. Kurz danach starben die Grafen Lupfen aus, die Stühlinger Linie ereilte 1562 dasselbe Schicksal. 1437 kam sie an die Herren von Fridingen (?) und durch Verkauf 1444 an Württemberg, weiter die Reichsmarschälle von Pappenheim und danach die Fürstenberger. 1791 sollen noch die Umfassungsmauern gestanden haben, heute sind nur noch Vertiefungen erkennbar die auf einen Standort einer Burg hinweisen. Heute an der vermutlichen Stelle der ehemaligen Bergfriedes ein Aussichtsturm.
|
||||||||||||||||
|
15.05.2009
|